10 Tipps für veganes Kochen zu Hause

Vegan kochen muss weder kompliziert noch zeitaufwendig sein. Mit den richtigen Zutaten, Techniken und einer guten Planung gelingt der Einstieg in die pflanzliche Küche mühelos. Hier sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
- Regionale und saisonale Zutaten: Sparen Sie Geld und unterstützen Sie die Umwelt mit heimischem Gemüse und Obst.
- Pflanzliche Alternativen: Hafermilch, Tofu, Tempeh oder Aquafaba – entdecken Sie vielseitige Ersatzprodukte.
- Gewürze und Kräuter: Verleihen Sie Ihren Gerichten Geschmack und Tiefe mit frischen Kräutern und Gewürzen.
- Einfache Rezepte: Starten Sie mit schnellen Gerichten wie Avocado-Toast, Linsensalat oder veganer Pasta.
- Mahlzeiten planen: Meal-Prep spart Zeit und reduziert Lebensmittelverschwendung.
- Proteinquellen: Setzen Sie auf Hülsenfrüchte, Tofu, Seitan oder Quinoa für eine ausgewogene Ernährung.
- Grundtechniken: Lernen Sie, cremige Saucen ohne Milchprodukte zu zaubern.
- Küchengeräte: Hochleistungsmixer, scharfe Messer und Glasbehälter erleichtern die Zubereitung.
- Vorkochen: Bereiten Sie größere Mengen vor und lagern Sie sie richtig.
- Kochkurse: Vertiefen Sie Ihre Fähigkeiten mit Online-Kursen.
Mit diesen Tipps wird veganes Kochen nicht nur alltagstauglich, sondern auch abwechslungsreich und lecker. Probieren Sie es aus – für Ihre Gesundheit, die Umwelt und den Genuss!
1. Regionale und saisonale Zutaten verwenden
Die Basis für eine gelungene vegane Küche liegt oft näher, als man denkt: direkt vor der Haustür. Regionale und saisonale Produkte überzeugen nicht nur durch ihren frischen Geschmack, sondern sind oft günstiger und schonen die Umwelt im Vergleich zu importierten Alternativen.
"Go on a journey through the bountiful seasonal produce and embrace the joys of eating fresh, in tune with nature's rhythm! 🥬🍎 Why? This can help you to cook with regional products which are 1) often cheaper when they are in season and 2) it's good for the environment."
- odetogermany, Instagram
Der Wechsel der Jahreszeiten bietet eine wunderbare Gelegenheit, den Speiseplan abwechslungsreich zu gestalten und neue kulinarische Ideen auszuprobieren.
- Frühling: Ab April bringt der deutsche Spargel frischen Schwung in die Küche. Ob als cremige Suppe oder in einer gerösteten Quinoa-Bowl – Spargel ist ein echter Allrounder. Ergänzt wird das Angebot durch junge Radieschen und Spinat, die Salaten eine würzige Note und einen ordentlichen Vitamin-Kick verleihen.
- Sommer: Jetzt haben Tomaten, Gurken und Zucchini Hochsaison. Ihr volles Aroma entfaltet sich in erfrischenden Salaten, Bowls oder sogar in veganen Desserts mit frischen Erdbeeren.
- Herbst: Der Herbst bringt Kürbisse, Äpfel und Birnen auf den Tisch. Hokkaido-Kürbis eignet sich hervorragend für Suppen, Currys oder Ofengerichte, während knackige Äpfel perfekt für warme Kompotte oder herzhafte Rezepte sind.
- Winter: In der kalten Jahreszeit stehen Wurzelgemüse wie Karotten, Pastinaken und Rote Bete im Fokus. Diese lagerfähigen Sorten sind ideal für deftige Eintöpfe und Schmorgerichte, die an frostigen Tagen wohltuend wärmen.
Ein Blick in den Supermarkt oder auf den Wochenmarkt lohnt sich: Saisonale Angebote sind nicht nur frisch, sondern oft auch preiswerter und stammen direkt vom Erzeuger.
Durch die Verwendung saisonaler Zutaten verkürzen sich Transportwege, der CO₂-Fußabdruck schrumpft, und gleichzeitig wird die lokale Landwirtschaft unterstützt. Ganz nebenbei bringt diese Herangehensweise auch mehr Vielfalt und Kreativität in die vegane Küche.
2. Pflanzliche Alternativen kennenlernen
Die Auswahl passender pflanzlicher Alternativen ist der Schlüssel, um herkömmliche Rezepte in vegane Köstlichkeiten zu verwandeln. Mit ein wenig Kreativität können Sie fast jedes tierische Produkt durch pflanzliche Optionen ersetzen – und das oft mit überraschend leckerem Ergebnis.
Milchprodukte ersetzen: Für den morgendlichen Kaffee oder das Müsli eignet sich Hafermilch hervorragend, während Mandelmilch eine ideale Basis für Desserts und Smoothies ist. Kokosmilch aus der Dose verleiht Currys und Suppen eine cremige Konsistenz. Auch pflanzliche Joghurts wie Soja- oder Kokosjoghurt sind mittlerweile in fast jedem Supermarkt zu finden. Für eine selbstgemachte Alternative zu saurer Sahne können Sie Cashewcreme ausprobieren.
Eier ersetzen: Ein Esslöffel gemahlene Leinsamen, gemischt mit drei Esslöffeln Wasser, ergibt einen großartigen Ersatz für Eier in Kuchen und Muffins. Aquafaba, das Kochwasser von Kichererbsen, kann als Bindemittel in Mayonnaise verwendet oder zu einer fluffigen Creme aufgeschlagen werden. Für ein veganes Rührei greifen Sie zu Tofu, den Sie mit Kurkuma und Hefeflocken würzen.
Fleischalternativen: Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Tofu nimmt Marinaden besonders gut auf und kann gebraten, gegrillt oder geräuchert werden. Tempeh, hergestellt aus fermentierten Sojabohnen, überzeugt mit einer festen Textur und nussigem Geschmack. Seitan, auch als Weizengluten bekannt, kommt der Textur von Fleisch sehr nahe. Und Jackfruit punktet mit ihrer faserigen Struktur, die sie zur perfekten Pulled-Pork-Alternative macht.
Das richtige Würzen: Hefeflocken verleihen Gerichten eine käsige Note, während Sojasauce und Tamari für den beliebten Umami-Geschmack sorgen. Rauchpaprika und flüssiger Rauch bringen eine rauchige Grillnote in Ihre veganen Kreationen.
Backen ohne tierische Produkte: Apfelmus oder zerdrückte Bananen können Butter und Eier gleichzeitig ersetzen. Eine Mischung aus Backpulver und Essig sorgt für die nötige Lockerheit. Aquafaba lässt sich zu festem Eischnee aufschlagen und macht luftige Baisers oder Mousses möglich.
Die Wahl der richtigen Alternative hängt immer vom jeweiligen Rezept ab – probieren Sie sich aus und entdecken Sie, wie vielfältig pflanzliche Küche sein kann!
3. Frische Kräuter und Gewürze verwenden
Beim veganen Kochen spielen Gewürze eine entscheidende Rolle, da sie oft die Aromen ersetzen, die tierische Produkte natürlicherweise mitbringen. Frische Kräuter und hochwertige Gewürze sind der Schlüssel zu köstlichen veganen Gerichten. Sie geben pflanzlichen Zutaten Tiefe und Vielfalt, die den Geschmack auf ein neues Level heben. Während tierische Zutaten von Natur aus intensivere Aromen mitbringen, erfordert die vegane Küche Kreativität und gekonnten Einsatz von Gewürzen. Hier ein Überblick, wie bestimmte Kräuter und Gewürze Ihre Gerichte bereichern können.
Frisch vs. getrocknet: Was ist besser?
Frische Kräuter wie Basilikum, Petersilie oder Koriander entfalten ihre Aromen am besten, wenn sie erst am Ende des Kochens hinzugefügt werden. Sie verleihen Gerichten eine lebendige Frische, die getrocknete Varianten nicht bieten können. Getrocknete Gewürze hingegen entfalten ihre Aromen ideal, wenn sie frühzeitig mitgegart werden. Die Hitze hilft dabei, ihre Geschmacksnoten vollständig freizusetzen.
Regionale Gewürzprofile
- Italienisch: Basilikum, Oregano, Rosmarin, Thymian, Majoran, Salbei
- Indisch: Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Garam Masala, Ingwer
- Mediterran: Kräuter der Provence (Lavendel, Thymian, Rosmarin, Oregano), Estragon, Dill
- Asiatisch: Ingwer, Knoblauch, Chili, Sternanis, Zimt, Zitronengras, Sesam
Italienische Klassiker
Die italienische Küche lebt von der Kombination aus Basilikum und Oregano. Rosmarin ist perfekt für herzhafte Gerichte, während Thymian mediterranen Gemüsepfannen eine feine Note verleiht. Ein Hauch von getrocknetem Majoran macht Tomatensaucen besonders aromatisch, und frischer Salbei passt hervorragend zu gebratenen Gnocchi oder Kürbisgerichten.
Indische Aromen
Kurkuma und Kreuzkümmel bilden die Basis vieler indischer Rezepte. Kurkuma bringt nicht nur seine leuchtend gelbe Farbe, sondern auch einen leicht bitteren, erdigen Geschmack mit. Kombinieren Sie diese Gewürze mit Koriandersamen, Garam Masala und frischem Ingwer für ein intensives Curry. Ein Tipp: Rösten Sie ganze Gewürze wie Kreuzkümmel- oder Koriandersamen kurz in einer trockenen Pfanne an und mörsern Sie sie anschließend – das intensiviert den Geschmack.
Mediterrane Kräutermischungen
Erstellen Sie Ihre eigene Kräuter der Provence-Mischung aus getrocknetem Lavendel, Thymian, Rosmarin und Oregano. Diese Mischung passt wunderbar zu gegrilltem Gemüse, Ratatouille oder veganen Fleischalternativen. Frische Kräuter wie Estragon oder Dill bringen hingegen eine frische Note in Salate und leichte Sommergerichte.
Asiatische Nuancen
Frischer Ingwer, Knoblauch und Chili sind unverzichtbar in der asiatischen Küche. Für chinesische Schmorgerichte ergänzen Sie diese mit Sternanis und Zimt, während Zitronengras und Kaffernlimettenblätter thailändischen Currys eine besondere Note verleihen. Auch Sesam – als Öl oder geröstete Samen – gibt Gerichten eine nussige Tiefe.
Aufbewahrungstipps
Bewahren Sie frische Kräuter wie Blumen in einem Glas Wasser im Kühlschrank auf (außer Basilikum, das empfindlich auf Kälte reagiert). Gewürze sollten regelmäßig überprüft werden, da sie nach etwa zwei Jahren an Intensität verlieren. Kaufen Sie lieber kleinere Mengen, um immer frische Aromen zur Hand zu haben.
Die richtige Kombination aus Kräutern und Gewürzen kann selbst einfache Zutaten wie Linsen, Tofu oder Gemüse in wahre Geschmackserlebnisse verwandeln – und das ganz ohne tierische Produkte.
4. Mit einfachen und schnellen Rezepten beginnen
Der Einstieg in die vegane Küche kann zunächst einschüchternd wirken, vor allem, wenn man an aufwändige Gerichte denkt. Aber keine Sorge: Einfache und schnelle Rezepte sind der Schlüssel! Viele vegane Gerichte lassen sich in weniger als 30 Minuten zubereiten – manche sogar in nur 5 Minuten. So fügen sie sich mühelos in den Alltag ein, vom Frühstück bis zum Abendessen.
Frühstück: Schnell und lecker in den Tag starten
Ein gutes Frühstück muss nicht kompliziert sein. Wie wäre es mit einem Avocado-Toast? Einfach eine Avocado halbieren, in der Schale würfeln, auf geröstetes Brot streichen und mit veganem Parmesan toppen. Oder probieren Sie Haferflocken mit Zimt, frischen Birnen und Cranberries – ein sättigender und energiereicher Start. Für Fans von Smoothies bietet sich eine Smoothie Bowl an: gefrorenes Obst, Banane und Pflanzenmilch mixen, mit Leinsamen oder Nüssen garnieren. Und wenn es mal süß sein soll, sind vegane Pfannkuchen die perfekte Wahl – sie sind schnell gemacht und benötigen keine exotischen Zutaten.
Stressfreies Mittagessen
Mittags darf es unkompliziert sein. Ein mexikanischer schwarzer Bohnensalat ist in 10 Minuten fertig: Mischen Sie schwarze Bohnen, Mais, Tomaten, Paprika, rote Zwiebeln, Avocado und Blattsalate, abgerundet mit Olivenöl und frischem Koriander. Oder greifen Sie zu veganen Sandwiches: Ersetzen Sie Hähnchen durch zerdrückte Kichererbsen oder kombinieren Sie Hummus mit Gurkenscheiben – schnell, einfach und lecker.
Abendessen in maximal 30 Minuten
Abends darf es etwas herzhafter sein, aber trotzdem schnell gehen. Spaghetti mit veganer Fleischsauce sind eine tolle Option: Einfach Marinara-Sauce mit TVP-Krümeln (texturiertes Pflanzenprotein) kombinieren und mit Spaghetti servieren. Für Fans von Gnocchi gibt es Pesto-Gnocchi mit Brokkoli – in nur 20 Minuten zaubern Sie ein köstliches Gericht mit veganem Pesto und geröstetem Brokkoli. Oder wie wäre es mit einem schnellen Stir-Fry? Gefrorenes Mischgemüse, Tofu und Reis mit Sojasauce anbraten – fertig ist ein aromatisches asiatisches Gericht. Für Taco-Liebhaber sind schwarze Bohnen-Tacos ideal: Mais-Tortillas mit schwarzen Bohnen, Paprika, Zwiebeln und Salsa füllen.
Tipp für Einsteiger
Ein guter Plan für den Anfang: Setzen Sie unter der Woche auf einfache, bewährte Gerichte und nutzen Sie das Wochenende für Experimente. Starten Sie mit bekannten Rezepten und tauschen Sie tierische Zutaten Schritt für Schritt gegen pflanzliche Alternativen aus. Und keine Angst: Schnelligkeit geht nicht auf Kosten des Geschmacks. Mit den richtigen Grundzutaten können Sie im Handumdrehen Gerichte mit intensiven Aromen zaubern.
Diese schnellen Rezepte helfen Ihnen, stressfrei in die vegane Küche einzusteigen. Sie schaffen eine solide Basis, auf der Sie später mit Techniken wie Meal Prep oder neuen Kochmethoden aufbauen können.
5. Mahlzeiten planen und im Voraus vorbereiten
Eine durchdachte Wochenplanung spart nicht nur Zeit und Nerven, sondern hilft auch, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden – und das schont den Geldbeutel. Mit ein paar einfachen Methoden und Hilfsmitteln lässt sich dieser Vorteil optimal nutzen.
Warum Meal-Planung so hilfreich ist
Anstatt jeden Tag aufs Neue zu überlegen, was gekocht werden soll, haben Sie mit einer Planung bereits alles im Griff. Das spart nicht nur Entscheidungszeit, sondern auch spontane Einkaufsfahrten. Zudem kaufen Sie gezielt ein und verhindern, dass Zutaten – wie frische Kräuter oder Gemüse – ungenutzt im Kühlschrank verderben.
Tools für eine effektive Wochenplanung
Ein Wochenplaner, ob digital oder auf Papier, hilft dabei, alle Mahlzeiten im Blick zu behalten. Beliebt sind einfache Tabellen oder Apps wie Todoist. Ergänzen Sie Ihren Plan mit einer Einkaufsliste, die nach Kategorien sortiert ist – zum Beispiel Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte und Gewürze. So bleibt der Einkauf übersichtlich und effizient.
Meal Prep: Zeit sparen durch Vorbereitung
Sobald der Plan steht, können Sie durch gezielte Vorbereitung den Alltag enorm erleichtern. Nehmen Sie sich beispielsweise sonntags zwei Stunden Zeit, um Grundzutaten vorzubereiten. Waschen und schneiden Sie Gemüse, kochen Sie größere Mengen an Quinoa, Reis oder Hülsenfrüchten vor. Frische Kräuter lassen sich klein hacken und in Eiswürfelbehältern mit etwas Olivenöl einfrieren – so haben Sie sie immer griffbereit.
Die richtige Aufbewahrung macht den Unterschied
Glasbehälter sind ideal, um vorbereitete Speisen aufzubewahren: Sie sind geruchsneutral, mikrowellengeeignet und stapelbar. Unterschiedliche Größen sorgen für Ordnung: Kleine Behälter eignen sich für Dressings und Saucen, mittlere für Beilagen wie Reis oder Quinoa und größere für komplette Gerichte. Auch Vakuumbehälter halten Lebensmittel länger frisch und sind eine praktische Ergänzung.
Abwechslung statt Eintönigkeit
Bereiten Sie vielseitig einsetzbare Komponenten vor, um die Mahlzeiten spannend zu halten. Zum Beispiel kann geröstetes Gemüse in Salaten, Bowls oder als Beilage verwendet werden. Gekochte Linsen passen in Suppen, Salate oder lassen sich zu Bratlingen verarbeiten. So entsteht aus wenigen Zutaten eine abwechslungsreiche Woche ohne Langeweile.
Mit dieser Methode wird das vegane Kochen zur entspannten Routine. Sie haben immer die passenden Zutaten zur Hand und können selbst an stressigen Tagen schnell eine gesunde, leckere Mahlzeit zaubern.
6. Proteinquellen für eine ausgewogene Ernährung einbeziehen
Beim Umstieg auf eine vegane Ernährung fragen sich viele, ob sie ausreichend Protein zu sich nehmen. Die gute Nachricht: Pflanzliche Lebensmittel bieten eine Vielzahl an proteinreichen Optionen, die sowohl lecker als auch vielseitig sind.
Die Vielfalt pflanzlicher Proteine entdecken
Hülsenfrüchte sind eine der besten Proteinquellen in der veganen Ernährung. Linsen liefern etwa 24 g Protein pro 100 g und können in Gerichten wie Linsensuppe oder würzigen Dal-Varianten verarbeitet werden. Kichererbsen, mit 19 g Protein pro 100 g, sind die Basis für Hummus, Falafel oder herzhafte Currys.
Bohnen wie schwarze Bohnen, Kidneybohnen oder weiße Bohnen enthalten zwischen 15 und 22 g Protein pro 100 g. Sie eignen sich perfekt für Chili, Salate oder als Grundlage für vegane Burger-Patties.
Neben Hülsenfrüchten spielen auch Getreideprodukte eine wichtige Rolle in der Proteinversorgung.
Getreide
Quinoa ist mit 14 g Protein pro 100 g ein echtes Multitalent und liefert alle essentiellen Aminosäuren – eine Seltenheit unter pflanzlichen Lebensmitteln. Haferflocken, mit 13 g Protein pro 100 g, machen das Frühstück nicht nur sättigend, sondern auch proteinreich.
Auch Vollkornprodukte wie Dinkel, Bulgur oder Amaranth sind wertvolle Proteinlieferanten. Ein einfacher Tipp: Kombinieren Sie Getreide mit Hülsenfrüchten, zum Beispiel Reis mit Bohnen oder Brot mit Hummus. Diese Kombinationen ergänzen sich perfekt und liefern alle wichtigen Aminosäuren.
Moderne pflanzliche Alternativen
Tofu ist ein Klassiker, der Marinaden hervorragend aufnimmt und 15 g Protein pro 100 g enthält. Tempeh, durch Fermentation hergestellt, hat einen nussigen Geschmack und bringt 19 g Protein pro 100 g mit.
Seitan, aus Weizengluten hergestellt, punktet mit satten 25 g Protein pro 100 g und einer fleischähnlichen Konsistenz. Selbstgemacht ist er zudem preisgünstig und kann nach eigenem Geschmack gewürzt werden.
Auch Nüsse und Samen sind eine hervorragende Ergänzung für die tägliche Proteinzufuhr.
Nüsse und Samen als Proteinbooster
Ein Esslöffel Hanfsamen oder Chiasamen kann den Proteingehalt von Gerichten unkompliziert erhöhen. Mandeln, Walnüsse und Cashews sind nicht nur ein praktischer Snack, sondern auch ideal für die Zubereitung von cremigen Saucen und Dressings.
Alltags-Tipps für eine proteinreiche Ernährung
Integrieren Sie bewusst eine Proteinquelle in jede Hauptmahlzeit: Starten Sie den Tag mit Haferflocken und Nüssen, genießen Sie mittags einen Linsensalat mit Quinoa und lassen Sie den Abend mit Tofu und Gemüse ausklingen. Mit dieser Vielfalt bleibt die vegane Ernährung abwechslungsreich und versorgt Ihren Körper optimal mit allen notwendigen Nährstoffen.
7. Grundlegende vegane Kochtechniken erlernen
Wie bei der sorgfältigen Planung der Zutaten spielt auch der Einsatz passender Techniken eine entscheidende Rolle. Besonders wichtig: das Wissen, wie man cremige Saucen ohne Milchprodukte zubereitet.
Cremige Saucen ohne Milchprodukte
Ein echter Klassiker unter den veganen Saucen ist die Cashew-Creme. Dafür kochen Sie 1 Tasse rohe Cashews etwa 5–10 Minuten in Wasser. Nach dem Abkühlen pürieren Sie die Cashews mit 200–250 ml Nussmilch oder Wasser in einem Hochleistungsmixer, bis eine glatte und cremige Konsistenz entsteht.
Auch die Mehlschwitze ist in der veganen Küche ein vielseitiger Helfer. Erhitzen Sie etwas Olivenöl oder vegane Butter in einer Pfanne, braten Sie gehackten Knoblauch an, bis er glasig ist, und rühren Sie dann langsam Mehl unter, bis eine Paste entsteht. Lassen Sie diese leicht bräunen, um den rohen Mehlgeschmack zu vermeiden, und geben Sie anschließend nach und nach Flüssigkeit hinzu. Diese Methode lässt sich wunderbar mit der Cashew-Creme kombinieren, um eine noch größere Vielfalt an Saucen zu kreieren.
Für eine natürliche Cremigkeit eignet sich auch Kokosmilch aus der Dose. Da sie jedoch eine leichte Süße mitbringt, können Sie sie mit einem Spritzer Zitronensaft und einer Prise Salz ausbalancieren, besonders bei herzhaften Gerichten.
Hefeflocken sind ein weiteres Highlight: 2–3 Esslöffel verleihen Ihrer Sauce einen käsigen, umamiartigen Geschmack, der an Parmesan erinnert.
Um stets eine samtige Konsistenz zu erzielen, sollten Sie auf einen leistungsstarken Mixer und hitzebeständige Küchenutensilien setzen. So gelingt jede Sauce perfekt!
8. Die richtigen Küchengeräte besorgen
Eine gut ausgestattete Küche macht das vegane Kochen nicht nur einfacher, sondern auch entspannter. Hier sind einige Geräte, die Ihnen den Alltag in der Küche erheblich erleichtern können.
Ein Hochleistungsmixer ist ein absolutes Muss. Ob Nüsse zu cremigen Saucen verarbeitet, gefrorene Früchte zu Smoothies gemixt oder Gemüse zu seidigen Suppen püriert werden sollen – dieses Gerät ist vielseitig einsetzbar. Besonders bei der Zubereitung von Cashew-Cremes zeigt ein hochwertiger Mixer, was er kann.
Eine Küchenmaschine spart Zeit bei Routinearbeiten wie Schneiden, Hacken oder Zerkleinern. Sie eignet sich perfekt, um Nüsse für veganen Parmesan fein zu mahlen, Zwiebeln ohne Tränen zu schneiden oder Hummus mit gleichmäßiger Konsistenz herzustellen. Gerade bei der Vorbereitung von Mahlzeiten (Meal-Prep) ist sie ein echter Helfer.
Scharfe Messer gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Sie ermöglichen präzises Schneiden und machen das Kochen nicht nur sicherer, sondern auch angenehmer. Ein gut geschliffenes Kochmesser sowie ein kleines Schälmesser decken die meisten Schneidaufgaben in der Küche ab.
Für die Aufbewahrung von vorbereiteten Gerichten sind Glasbehälter mit luftdichten Deckeln ideal. Sie halten Speisen frisch, eignen sich zum Einfrieren und sind umweltfreundlicher als Plastik.
Ein Spiralschneider ist perfekt für kreative Gerichte. Er verwandelt Gemüse wie Zucchini oder Süßkartoffeln in attraktive, nudelartige Formen und bringt Abwechslung auf den Teller.
Mit dieser Grundausstattung wird das vegane Kochen nicht nur effizienter, sondern auch zu einem angenehmen Erlebnis. Die richtigen Werkzeuge machen eben den Unterschied!
9. Vorkochen und richtige Lagerung
Nachdem Sie Ihre Mahlzeiten geplant und vorbereitet haben (siehe Tipp 5), ist Vorkochen der nächste Schritt, um Zeit und Nerven in der veganen Küche zu sparen. Statt täglich frisch zu kochen, können Sie größere Mengen vorbereiten und so jederzeit gesunde Mahlzeiten griffbereit haben. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld und hilft, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihre vorgekochten Speisen richtig lagern, damit sie frisch und lecker bleiben.
Verwenden Sie Glasbehälter, um Ihre Speisen aufzubewahren. Diese sind nicht nur praktisch, da sie sich direkt in der Mikrowelle erhitzen lassen, sondern auch langlebig und umweltfreundlich. Für das Einfrieren bieten sich wiederverwendbare Gefrierbeutel aus Silikon oder gefriergeeignete Behälter an. Durchsichtige Behälter haben den Vorteil, dass Sie den Inhalt auf einen Blick erkennen können.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die separate Lagerung der Zutaten. Bewahren Sie beispielsweise Getreide, Gemüse und Saucen in unterschiedlichen Behältern auf. So bleibt die Konsistenz jeder Komponente erhalten, und nichts wird unangenehm matschig.
Beschriftungen sind ein Muss. Notieren Sie auf jedem Behälter, was sich darin befindet und wann es zubereitet wurde. Das hilft Ihnen, den Überblick zu behalten und ältere Gerichte rechtzeitig zu verbrauchen.
Achten Sie darauf, dass die Speisen vollständig abgekühlt sind, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen. Warme Gerichte sollten niemals direkt gekühlt werden, da dies die Bildung von Bakterien begünstigen kann.
Wenn Sie Mahlzeiten länger als 4–5 Tage aufbewahren möchten, ist das Einfrieren in Einzelportionen eine gute Lösung. Suppen, Eintöpfe, Currys oder auch vorgebackene Tofu-Scheiben eignen sich hervorragend dafür. Auch hier gilt: Beschriften Sie die Behälter mit dem Datum, um Ihre Vorräte besser zu organisieren und nichts zu vergessen.
10. Nutzen Sie vegane Kochkurse, um Ihre Fähigkeiten zu verbessern
Auch mit guten Tipps können neue Techniken manchmal knifflig sein. Wenn Sie Ihre Kochkünste gezielt weiterentwickeln möchten, sind professionelle Kochkurse eine großartige Möglichkeit, dies strukturiert anzugehen.
Die Vegane Kochschule Online, geleitet von Profikoch Jannis Siegenthaler, bietet über 15 verschiedene Kurse mit insgesamt 474 Lektionen und 90 Stunden Videomaterial. Egal, ob Sie Anfänger sind oder bereits Erfahrung haben und Ihre Techniken verfeinern möchten – hier findet jeder den passenden Kurs.
Die Kurse kombinieren Schritt-für-Schritt-Videolektionen mit PDF-Guides, die alle Rezepte und praktische Arbeitsblätter enthalten. Diese Mischung aus visueller und schriftlicher Anleitung erleichtert das Verstehen und eigenständige Anwenden neuer Techniken.
Sie können zwischen Grundlagenkursen und spezialisierten Themen wie glutenfreiem Kochen, Meal Prep oder internationalen Gerichten wählen. Für alle, die regelmäßig neue Inspiration suchen, gibt es das Kochschule-Abo für 29 € im Monat, das Ihnen Zugriff auf alle Kurse bietet.
Ein großer Pluspunkt solcher Kurse ist der durchdachte Aufbau. Statt sich mühsam durch zahlreiche Rezepte im Internet zu klicken, erhalten Sie ein strukturiertes Curriculum, das aufeinander aufbaut. Sie lernen nicht nur einzelne Rezepte, sondern auch die Grundlagen des veganen Kochens – von der optimalen Verwendung von Gewürzen bis hin zu anspruchsvollen Techniken.
Dank des Online-Formats können Sie in Ihrem eigenen Tempo lernen. Komplexe Techniken lassen sich so lange üben, bis sie sitzen, und Sie haben stets eine klare Anleitung durch einen Experten. Diese Kurse sind die perfekte Ergänzung zu Ihrer Küchenpraxis und helfen Ihnen, die zuvor genannten Tipps effektiv umzusetzen.
Vergleichstabelle
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die Eigenschaften und Lagerhinweise pflanzlicher Proteinalternativen. Diese Produkte unterscheiden sich in Geschmack, Nährwert und Preis und sind speziell auf die Bedürfnisse der veganen Küche abgestimmt.
| Proteinquelle | Geschmack | Protein pro 100g | Preis (200g Block) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Tofu | Mild, nimmt Aromen gut auf | 10g | 1,50-3,00 € | Enthält alle essentiellen Aminosäuren |
| Tempeh | Nussig, erdig durch Fermentation | 19g | 3,50-7,00 € | Fermentiert, reich an Probiotika |
| Seitan | Neutral, fleischähnliche Textur | 25g | 7,00-15,50 € (selbstgemacht: ~3,50 €) | Höchster Proteingehalt, wenig Lysin |
Zusätzlich finden Sie hier eine Übersicht zur Haltbarkeit veganer Gerichte bei richtiger Lagerung, ideal für Meal Prep.
| Gericht | Kühlschrank | Gefriertruhe | Tipps zur Lagerung |
|---|---|---|---|
| Suppen & Eintöpfe | 4-6 Tage | 6-8 Wochen | Perfekt zum Einfrieren |
| Getreide-Bowls | 4-5 Tage | Bis zu 6 Monate | Leichte Qualitätseinbußen beim Einfrieren |
| Salate | 3-4 Tage | Nicht geeignet | Dressing separat aufbewahren, robuste Blätter wie Grünkohl verwenden |
Ein Vergleich zeigt: Tempeh liefert mit 19g Protein pro 100g fast doppelt so viel wie Tofu. Selbstgemachter Seitan hat mit 25g den höchsten Proteingehalt und übertrifft sogar mageres Rindfleisch (33,4g pro 113g Portion) mit beeindruckenden 35,8g Protein. Preislich liegt Tofu unter 3 €, während fertiger Seitan über 15 € kosten kann. Selbst hergestellter Seitan aus 450g Weizengluten für etwa 7 € ist jedoch deutlich günstiger und ergiebiger.
Für optimale Frische sollten Speisen im Kühlschrank bei maximal 4°C und im Gefrierschrank bei -18°C gelagert werden. Stellen Sie frisch zubereitete Gerichte innerhalb von zwei Stunden in luftdichte Behälter und kühlen Sie diese umgehend. Glas- oder Edelstahlbehälter sind besonders geeignet, um die Qualität Ihrer Speisen zu bewahren.
Mit diesen Informationen können Sie die richtige Wahl für Ihre Ernährung treffen und Ihre Meal Prep Strategie effizient gestalten.
Fazit
Veganes Kochen zu Hause wird deutlich einfacher, sobald Sie die Grundlagen verinnerlicht haben. Mit den zehn Tipps können Sie eine abwechslungsreiche und nährstoffreiche pflanzliche Küche gestalten – von der Verwendung regionaler Zutaten bis hin zur cleveren Vorbereitung von Mahlzeiten. Fangen Sie mit einfachen Rezepten an und erweitern Sie Schritt für Schritt Ihr Wissen über Kochtechniken und Gewürzkombinationen.
Achten Sie darauf, verschiedene pflanzliche Proteinquellen zu nutzen, um alle essenziellen Aminosäuren abzudecken. Selbst zubereitete Gerichte bleiben bei einer Lagerung im Kühlschrank bei maximal 4 °C etwa 4 bis 6 Tage frisch, was Ihnen im Alltag wertvolle Zeit spart.
Frische Kräuter und hochwertige Gewürze können selbst die einfachsten Zutaten in geschmackvolle Gerichte verwandeln. Wenn Sie Ihre Fähigkeiten vertiefen möchten, könnten die veganen Kochkurse von Profikoch Jannis Siegenthaler eine spannende Möglichkeit sein. Diese Online-Kurse sind für jedes Niveau geeignet und bieten eine strukturierte Herangehensweise.
Warum also nicht heute starten? Probieren Sie ein einfaches veganes Gericht mit regionalen Zutaten aus. Sie tun nicht nur Ihrer Gesundheit etwas Gutes, sondern auch der Umwelt und Ihrem Geldbeutel. Mit der Zeit entwickeln Sie ein feines Gespür für pflanzliche Aromen und lernen die beeindruckende Vielfalt der veganen Küche kennen.
FAQs
Welche pflanzlichen Proteinquellen eignen sich am besten für eine ausgewogene vegane Ernährung?
Zu den besten pflanzlichen Proteinquellen zählen Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen. Auch Tofu und Tempeh sind hervorragende Eiweißlieferanten. Zusätzlich bieten Nüsse, Samen (wie Kürbiskerne oder Hanfsamen), Quinoa und Vollkorngetreide wie Hafer, Dinkel oder Reis eine gute Portion Protein.
Diese Lebensmittel punkten nicht nur mit ihrem Eiweißgehalt – sie stecken auch voller Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Damit tragen sie wesentlich zu einer ausgewogenen veganen Ernährung bei.
Wie kann ich vegane Gerichte so würzen, dass sie genauso geschmackvoll wie mit tierischen Produkten schmecken?
Der Schlüssel zu köstlichen veganen Gerichten liegt darin, Umami-Aromen und Gewürze clever zu kombinieren. Zutaten wie Hefeflocken, Pilze, Miso, Sojasauce oder fermentierte Lebensmittel können den Geschmack deutlich intensivieren und für eine herzhafte Note sorgen.
Frische Kräuter, Knoblauch, Ingwer, Zitrusfrüchte und hochwertige Gewürze bringen zusätzliche Tiefe ins Spiel. Ein kleiner Tipp: Rösten Sie Gewürze kurz an, bevor Sie sie verwenden – das setzt ihre Aromen frei und hebt den Geschmack auf ein neues Level. Und natürlich machen frische, saisonale Zutaten jedes Gericht noch besser!
Wie kann man vegane Mahlzeiten am besten vorkochen und lagern?
Um vegane Mahlzeiten effizient vorzubereiten und sicher zu lagern, sollten die Gerichte direkt nach dem Kochen in luftdichte Behälter gefüllt und zügig abgekühlt werden. Im Kühlschrank bleiben sie bei einer Temperatur von unter 4 °C etwa 3 bis 5 Tage frisch. Möchten Sie die Speisen länger aufbewahren, ist das Einfrieren eine gute Option – so bleiben sie in der Regel bis zu 6–8 Wochen haltbar.
Ein praktischer Tipp: Teilen Sie größere Portionen gleich in kleinere Einheiten auf. Das erleichtert nicht nur das Portionieren, sondern sorgt auch dafür, dass Sie nur die benötigte Menge auftauen und aufwärmen müssen. Verwenden Sie am besten Behälter aus Glas oder BPA-freiem Kunststoff, um Frische und Geschmack der Speisen optimal zu erhalten.



