Selbstgemachte oder gekaufte Milchalternativen? Hier ist die Antwort: Selbstgemachte Varianten sind günstiger, umweltfreundlicher und frei von Zusatzstoffen. Gekaufte Produkte punkten mit Bequemlichkeit, langer Haltbarkeit und oft angereicherten Nährstoffen.

Wichtige Unterschiede auf einen Blick:

  • Kosten: Selbstgemacht (ab 0,20 €/Liter) vs. Gekauft (1,50–3,00 €/Liter)
  • Haltbarkeit: Selbstgemacht (4–5 Tage) vs. Gekauft (mehrere Monate ungeöffnet)
  • Nährstoffe: Selbstgemacht (natürlich, personalisierbar) vs. Gekauft (oft angereichert mit Kalzium, Vitamin D, B12)
  • Zeitaufwand: Selbstgemacht (10–30 Minuten) vs. Gekauft (sofort verfügbar)
  • Umwelt: Selbstgemacht (weniger Verpackung, lokale Zutaten) vs. Gekauft (Tetra Pak, längere Transportwege)

Schnellvergleich in einer Tabelle:

Aspekt Selbstgemacht Gekauft
Kosten Ab 0,20 €/Liter 1,50–3,00 €/Liter
Haltbarkeit 4–5 Tage Monate (ungeöffnet)
Nährstoffe Natürlich, individuell Oft angereichert
Zusatzstoffe Keine Verdickungsmittel, Emulgatoren
Zeitaufwand 10–30 Minuten Sofort verfügbar
Umweltbilanz Weniger Müll Verpackung & Transportwege

Fazit: Wenn du Kosten sparen und die Umwelt schonen willst, ist selbstgemachte Pflanzenmilch ideal. Für Bequemlichkeit und angereicherte Nährstoffe sind gekaufte Produkte die bessere Wahl. Probier beide Optionen aus und finde, was zu dir passt!

Selbstgemachte Milchalternativen: Vorteile und Nachteile

Verschiedene Sorten zu Hause herstellen

Selbst pflanzliche Milchalternativen herzustellen, ist einfacher, als viele denken. Mandelmilch beispielsweise erfordert nur wenige Zutaten: rohe Mandeln, Wasser und auf Wunsch ein Süßungsmittel. Die Mandeln sollten über Nacht oder bis zu zwei Tage eingeweicht werden – je länger, desto cremiger das Ergebnis. Danach werden die Mandeln mit Wasser püriert und die Mischung durch ein feines Tuch oder einen Nussmilchbeutel gefiltert.

Hafermilch wird durch das Mixen von Haferflocken mit Wasser hergestellt, gefolgt von einem Abseihen der Mischung. Hier ist Vorsicht geboten: Zu langes Mixen kann zu einer schleimigen Konsistenz führen, da die Stärke des Hafers puddingartig wird.

Für Sojamilch werden getrocknete Sojabohnen eingeweicht, anschließend mit Wasser gemahlen, gekocht und gefiltert. Das Kochen ist dabei ein entscheidender Schritt, um die Bohnen besser verdaulich zu machen.

Milchalternative Hauptzutaten Arbeitsschritte
Mandelmilch Rohe Mandeln, Wasser, Süßungsmittel (optional) Mandeln einweichen, mit Wasser mixen, abseihen, süßen
Hafermilch Haferflocken, Wasser, Süßungsmittel (optional), Vanille (optional), Salz (optional) Hafer mit Wasser mixen, abseihen (nicht zu stark pressen), würzen
Sojamilch Getrocknete Sojabohnen, Wasser Bohnen einweichen, mahlen, kochen, abseihen

Warum selbst herstellen?

Ein großer Vorteil ist die Kostenersparnis. Ein 500-Gramm-Paket Haferflocken kostet rund 0,95 € und ergibt etwa 5 Liter Hafermilch – das bedeutet nur 0,20 € pro Liter. Im Vergleich dazu kostet gekaufte Hafermilch zwischen 1 und 3 € pro Liter.

"Sein eigenes vorbereiten hausgemachte Pflanzenmilch, bedeutet, die Wahl eines reinen Getränks ohne Zusatzstoffe oder Konservierungsmittel zu treffen, während man die Freiheit hat, seine Aromen und seine Nährwerteigenschaften zu personalisieren."
– biovie.fr

Ein weiterer Vorteil: Sie haben volle Kontrolle über die Zutaten. Es gibt keine künstlichen Zusätze, Stabilisatoren oder Konservierungsmittel. Selbstgemachte Mandelmilch enthält beispielsweise noch hohe Mengen an ungesättigten Fettsäuren, pflanzlichen Proteinen, Magnesium und Kalzium – Nährstoffe, die bei industrieller Verarbeitung oft verloren gehen.

Auch die Umweltbilanz profitiert: Weniger Verpackungsmüll und kürzere Transportwege reduzieren den CO₂-Fußabdruck. Zudem können Sie die Milch nach Ihrem Geschmack anpassen – sei es durch mehr oder weniger Wasser, natürliche Süßungsmittel oder Gewürze.

Probleme bei der Eigenherstellung

Ein Nachteil ist der Zeitaufwand. Die Zubereitung, besonders von Hafermilch, kann zeitintensiv sein und erfordert das richtige Equipment. Ohne passende Utensilien wird der Prozess schnell unpraktisch und kann eine ordentliche Sauerei hinterlassen.

Ein weiterer Punkt ist die begrenzte Haltbarkeit. Selbstgemachte Pflanzenmilch bleibt im Kühlschrank nur etwa 4–5 Tage frisch, während gekaufte Produkte oft mehrere Wochen haltbar sind. Um die Haltbarkeit zu verlängern, können Sie die Milch einfrieren – so hält sie bis zu drei Monate.

Texturprobleme treten insbesondere bei Hafermilch auf. Ernährungsexperte Shashank Gaur erklärt:

"The starches in oats can turn slimy when heated, so the texture becomes like a pudding."

Um das zu vermeiden, sollten Sie das Verhältnis von Hafer zu Wasser sowie die Mixzeit genau beachten. Lagern Sie die Milch in luftdichten Behältern im Kühlschrank und verwenden Sie sie zügig.

Selbstgemachte Milchalternativen bieten viele Vorteile, aber auch einige Herausforderungen. Im nächsten Abschnitt werfen wir einen Blick auf die Vor- und Nachteile von gekauften Produkten.

Gekaufte Milchalternativen: Vor- und Nachteile

Selbstgemachte Milchalternativen geben dir die volle Kontrolle über die Zutaten. Gekaufte Produkte hingegen punkten mit Bequemlichkeit und zusätzlichen Nährstoffen.

Verfügbare Sorten in deutschen Supermärkten

In deutschen Supermärkten gibt es eine große Auswahl an pflanzlichen Milchalternativen. Hafermilch ist besonders beliebt und hatte 2024 einen Marktanteil von etwa 38 % in Deutschland. Neben Hafermilch stehen auch Mandel-, Soja-, Reis-, Erbsen-, Kokos-, Haselnuss- und Hanfmilch zur Verfügung.

Die Vielfalt wird durch spezielle Varianten ergänzt: glutenfreie Alternativen für Menschen mit Zöliakie, nussfreie Optionen für Allergiker und Produkte, die mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert sind. Besonders Hanfmilch zeigt ein starkes Wachstum und wird zwischen 2024 und 2029 voraussichtlich um 19 % zulegen.

Jede Sorte hat ihre eigenen Vorzüge. Hafermilch lässt sich leicht aufschäumen, hat eine glatte Textur und unterstreicht den Geschmack von Kaffee, enthält aber Gluten. Erbsenmilch ist frei von Soja, Gluten und Nüssen, schäumt gut auf und hat einen leicht trockenen Geschmack. Sojamilch ist ebenfalls eine gute Wahl für Kaffee, bietet eine cremige Konsistenz, erfordert jedoch etwas Übung für Latte Art.

Diese breite Auswahl macht den Kauf fertiger Milchalternativen besonders praktisch.

Warum fertige Milchalternativen kaufen?

Ein klarer Vorteil gekaufter Milchalternativen ist ihre Verfügbarkeit und lange Haltbarkeit. Während selbstgemachte Varianten nur 4–5 Tage im Kühlschrank halten, können ungeöffnete Produkte in Tetra Paks oft monatelang gelagert werden.

Viele Hersteller reichern ihre Produkte mit Kalzium, Vitamin D und anderen wichtigen Nährstoffen an. Tatsächlich enthalten einige Pflanzenmilchsorten mehr Kalzium als Kuhmilch. Ernährungsexpertin Melissa Karch von Nutrition Dynamix erklärt:

"First off, it is relatively easy to find non-dairy options on the market that deliver a source of calcium and vitamin D, just like cow's milk."

Gekaufte Produkte bieten außerdem eine gleichbleibende Qualität – Geschmack und Textur variieren nicht, wie es bei selbstgemachten Varianten der Fall sein kann. Zudem haben sie oft weniger Kalorien als Kuhmilch.

Doch trotz dieser Vorteile gibt es auch Herausforderungen.

Probleme bei gekaufter Milch

Ein häufig genannter Nachteil ist der Preis. Laut einer Studie aus 2023 empfinden Verbraucher einen Preis von maximal 2,00 € pro Liter als akzeptabel. Tatsächlich liegt die Schmerzgrenze bei vielen bei 1,50 € pro Liter. Yasmeen Ali von Munching with Mariyah bringt es auf den Punkt:

"Werden Kunden nach weiteren Gedanken zu Pflanzenmilch gefragt, nennen sie vor allem den Wunsch nach einem besseren Preisverhältnis gegenüber Kuhmilch."

Zusatzstoffe sind ein weiteres Thema. Viele Produkte enthalten Verdickungsmittel, Emulgatoren und Süßstoffe, die zur Stabilität und zum Geschmack beitragen. Diese können jedoch bei Menschen mit bestimmten Unverträglichkeiten oder Erkrankungen Beschwerden auslösen. Zudem hat Öko-Test in einigen Produkten Gentechnik-Rückstände und Nickel nachgewiesen.

Auch die Umweltbilanz variiert je nach Sorte stark. Hafermilch, oft aus regionalem Anbau, schneidet hier gut ab. Dagegen erfordert die Produktion von einem Kilogramm Mandeln etwa 10.000 Liter Wasser. Da 80 % der Mandeln weltweit aus Kalifornien stammen, einer Region mit Wasserknappheit, ist das ein Problem. Der Wechsel von Kuhmilch zu Hafermilch kann jedoch den täglichen CO₂-Ausstoß um 0,64 kg reduzieren – etwa 3 % des durchschnittlichen täglichen CO₂-Fußabdrucks.

Trotz dieser Herausforderungen bieten gekaufte Milchalternativen klare Vorteile in Bezug auf Bequemlichkeit und Zugänglichkeit.

Direkter Vergleich: Selbstgemacht vs. Gekauft

Ob selbstgemacht oder gekauft – beide Optionen für Milchalternativen haben ihre Vorzüge. Was du wählst, hängt davon ab, was dir wichtiger ist: die volle Kontrolle über die Zutaten oder die Bequemlichkeit eines fertigen Produkts.

Vergleichstabelle

Aspekt Selbstgemacht Gekauft
Kosten pro Liter Deutlich günstiger (variiert je nach Zutaten) 1,50 € – 2,60 € (bis 2030)
Haltbarkeit 4–5 Tage im Kühlschrank Mehrere Monate ungeöffnet
Nährstoffgehalt Natürliche Nährstoffe, ohne Anreicherung Oft angereichert mit Kalzium, Vitamin D und B12
Proteingehalt Variiert je nach Rezept Sojamilch: 7 g/Tasse, Mandelmilch: 1 g/Tasse
Zusatzstoffe Keine (außer gezielt hinzugefügt) Verdickungsmittel, Emulgatoren, Süßstoffe
Umweltbelastung Weniger Verpackungsmüll, lokale Zutaten Tetra Pak-Verpackung, längere Transportwege
Zeitaufwand 10–30 Minuten Zubereitung Sofort verfügbar
Geschmackskonsistenz Kann variieren Gleichbleibend

Die Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede auf, aber schauen wir uns einige Aspekte genauer an.

Hauptunterschiede

Ein zentraler Punkt ist der Nährstoffgehalt. Susan Mayne, Direktorin des Center for Food Safety and Applied Nutrition der U.S. Food and Drug Administration, erklärt:

"Die Nährstoffe, die Sie aus pflanzlichen Milchalternativen erhalten, können von der verwendeten Pflanzenquelle, den Verarbeitungsmethoden und den zugesetzten Inhaltsstoffen abhängen, also prüfen Sie das Etikett sorgfältig."

Das bedeutet, dass gekaufte Produkte oft durch Anreicherung eine Nährstoffzusammensetzung erreichen, die Kuhmilch ähnelt. Insbesondere angereicherte Sojamilch kommt durch Kalzium, Vitamin A und Vitamin D nahe an die Nährwerte von Kuhmilch heran und wird in den amerikanischen Ernährungsrichtlinien sogar in der Milchgruppe geführt. Selbstgemachte Alternativen enthalten solche Nährstoffe nur, wenn sie gezielt hinzugefügt werden.

Preislich sind selbstgemachte Varianten klar im Vorteil. Während gekaufte Milch bis zu 2,60 € pro Liter kosten kann, lassen sich hausgemachte Alternativen oft für bis zu 50 % weniger herstellen.

Auch in Sachen Umwelt punkten selbstgemachte Produkte. Sie vermeiden den Einsatz von Tetra-Pak-Verpackungen, deren Recycling schwierig ist, reduzieren Transportwege und ermöglichen die Nutzung lokaler, biologischer Zutaten. Aviva Musicus von Harvard's T H Chan School of Public Health hebt hervor:

"Sie sind attraktiv für Menschen, die sich Sorgen über den Klimawandel machen und den CO₂-Fußabdruck ihrer Ernährung senken wollen."

Auf der anderen Seite steht die Bequemlichkeit. Gekaufte Produkte sind sofort einsatzbereit und bleiben ungeöffnet monatelang haltbar. Selbstgemachte Alternativen benötigen hingegen 10–15 Minuten Zubereitungszeit und sind nur wenige Tage haltbar.

Ein weiterer Unterschied liegt im Proteingehalt. Während Sojamilch mit Kuhmilch vergleichbare Werte liefert, schneidet selbstgemachte Mandelmilch ohne Anreicherung deutlich niedriger ab.

Letztendlich hängt die Wahl davon ab, wie viel Zeit du investieren möchtest, welche Nährstoffe dir wichtig sind und welchen Stellenwert du Umweltaspekte und Geschmack gibst.

Tipps für deutsche Verbraucher: Die richtige Wahl treffen

Wo du Zutaten für selbstgemachte Milch findest

In Deutschland gibt es viele Möglichkeiten, regionale Zutaten für die Herstellung von pflanzlichen Milchalternativen zu nutzen. Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern stärkt auch die lokale Wirtschaft.

Hafer, besonders in Bio-Qualität, ist fast überall erhältlich – ob im Supermarkt oder auf Wochenmärkten – und eignet sich hervorragend für die Herstellung von Haferdrink. Anbieter wie NECTARBAR bieten dafür spezielle Enzym-Sets mit Anleitungen sowie praktische Filterbeutel an, die den Prozess erleichtern.

Auch Sojabohnen sind eine gute Wahl, da sie inzwischen in Deutschland angebaut werden und beispielsweise im Rapunzel Shop erhältlich sind. Wichtig: Beim Herstellen von Sojamilch sollten die Bohnen gründlich gekocht werden, um das giftige Phasin zu entfernen.

Haselnüsse sind eine weitere tolle Option, da sie oft regional verfügbar sind. Mit etwas Glück lassen sie sich sogar kostenlos in der Natur sammeln. Die Mundraub-Karte hilft dabei, lokale Haselnussquellen zu finden.

Grundsätzlich lohnt es sich, auf regionale, saisonale Bio-Zutaten zu setzen. Wer Nüsse, Getreide oder Samen in größeren Mengen kauft, kann zudem Kosten sparen und den Preis pro Liter deutlich senken.

Etiketten und Zertifizierungen richtig lesen

Wenn du dich für fertige Milchalternativen entscheidest, solltest du unbedingt die Etiketten und Zertifizierungen prüfen.

Das EU-Bio-Logo ist ein verlässlicher Standard für alle biologischen Produkte innerhalb der EU. Es garantiert, dass mindestens 95 % der landwirtschaftlichen Zutaten aus biologischem Anbau stammen. Zusätzlich hilft das deutsche Bio-Siegel, biologische von konventionellen Produkten zu unterscheiden.

Für noch höhere Standards sind Zertifizierungen wie Demeter oder Bioland empfehlenswert. Demeter legt besonderen Wert auf nachhaltige Bodenbewirtschaftung, gentechnikfreie Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung. Bioland ergänzt dies durch strenge Richtlinien für die Verarbeitung biologischer Lebensmittel und umfassende Tierschutzvorgaben.

Das Fairtrade-Siegel ist vor allem bei importierten Zutaten wie Mandeln oder Kokosnüssen von Bedeutung. Es stellt sicher, dass die Produkte unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden und unterstützt soziale Projekte in den Anbauregionen.

Ein Hinweis: In Europa bedeutet "Bio" dasselbe wie "ökologisch", diese Begriffe werden oft synonym verwendet.

Mehr über veganes Kochen lernen

Wenn du tiefer in das Thema vegane Küche und die Herstellung von pflanzlichen Milchalternativen eintauchen möchtest, können Kochkurse eine spannende Möglichkeit sein.

Die Vegane Kochschule unter der Leitung von Profikoch Jannis Siegenthaler bietet eine breite Palette an Online-Kursen – von Grundlagen bis hin zu spezialisierten Themen. Die Preise beginnen bei ca. 29,90 €, während ein monatliches Abo für 29 € Zugang zu umfangreichem Videomaterial bietet.

Die Herstellung pflanzlicher Milch zu Hause ist überraschend einfach und erfordert keine teuren Geräte. Wie Kate Etue erklärt:

"It turns out, making your own vegan milk isn't that hard at all! You don't even necessarily need a specialized machine."

Grundrezepte bestehen meist aus Nüssen oder Getreide, Wasser und optionalen Süßungsmitteln. Ein häufig genutztes Verhältnis ist 1:4 (Zutaten zu Wasser). Probier dich aus und experimentiere mit verschiedenen Zutaten und Geschmacksrichtungen – das macht nicht nur Spaß, sondern sorgt auch für Abwechslung.

Fazit: Die richtige Milchalternative für dich wählen

Wie bereits beschrieben, haben beide Optionen – selbstgemachte und gekaufte Milchalternativen – ihre eigenen Vor- und Nachteile. Es kommt darauf an, was dir persönlich wichtig ist: Gesundheit, Umwelt, Bequemlichkeit oder Kosten.

Selbstgemachte Milchalternativen bieten dir die volle Kontrolle über die Zutaten und vermeiden unerwünschte Zusatzstoffe. Gekaufte Produkte hingegen können verarbeitete Öle, Zuckerzusätze oder Verdickungsmittel enthalten, die sich negativ auf die Darmgesundheit auswirken können.

Aus umweltfreundlicher Perspektive spricht vieles für die Eigenproduktion. Sie reduziert Verpackungsmüll und Transportemissionen, besonders wenn du Zutaten in größeren Mengen einkaufst. Dennoch punktet die Bequemlichkeit bei fertigen Produkten. Carolyn Dimitri, Lebensmittelsystem-Ökonomin an der New York University, erklärt dazu:

I think [plant milks] are easy to make at home. The trade-offs: you need time to make the milks at home, so you would need to factor in the time cost in addition to the money cost of the ingredients. In general, people value convenience and so I can't imagine the typical person would be willing to make plant-based milks regularly.

Preislich liegt selbstgemachte Milch bei etwa 0,50 € pro Liter, während gekaufte Alternativen zwischen 1,50 € und 3,00 € pro Liter kosten. Allerdings solltest du dabei auch den Zeitaufwand bedenken, der für die Herstellung erforderlich ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verträglichkeit. Falls du Allergien oder FODMAP-Unverträglichkeiten hast, kannst du bei selbstgemachter Milch genau steuern, welche Zutaten enthalten sind, und problematische Zusatzstoffe vermeiden.

Warum nicht beide Varianten ausprobieren? Vielleicht bereitest du am Wochenende größere Mengen Hafermilch selbst zu und nutzt unter der Woche hochwertige Bio-Produkte. So kannst du das Beste aus beiden Welten kombinieren.

Wenn du deine Fähigkeiten in der veganen Küche erweitern möchtest, schau dir die Online-Kurse der Veganen Kochschule an. Unter der Anleitung von Profikoch Jannis Siegenthaler lernst du alles – von den Grundlagen bis hin zu spezialisierten Techniken.

FAQs

Welche Vorteile haben selbstgemachte Milchalternativen gegenüber gekauften Produkten?

Vorteile von selbstgemachten Milchalternativen

Selbstgemachte Milchalternativen bringen einige klare Vorteile mit sich, besonders im Vergleich zu den im Handel erhältlichen Produkten. Ein großer Pluspunkt: Sie kommen ganz ohne Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel oder künstliche Aromen aus. Das macht sie zu einer natürlicheren und gesünderen Wahl. Außerdem haben Sie die volle Kontrolle über die Zutaten – das bedeutet, Sie können auf Zuckerzusätze oder ungesunde Fette verzichten und die Milch ganz nach Ihren Wünschen gestalten.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die Nährstoffzusammensetzung selbst zu bestimmen. So kann hausgemachte Sojamilch beispielsweise fast genauso viel Eiweiß enthalten wie Kuhmilch. Im Gegensatz dazu sind viele gekaufte Produkte oft mit künstlich zugesetzten Vitaminen oder Calcium angereichert. Sie können Ihre Milch individuell anpassen, indem Sie Zutaten wie Nüsse, Hafer oder Samen verwenden, die von Natur aus reich an Ballaststoffen und Mineralstoffen sind.

Ein zusätzlicher Bonus: Das Selbermachen reduziert Verpackungsmüll. Das ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern spart auf lange Sicht auch Geld. Weniger Müll, mehr Kontrolle und ein persönlicher Touch – das macht selbstgemachte Milchalternativen zu einer lohnenswerten Option.

Wie kann ich selbstgemachte Milchalternativen länger haltbar machen?

Tipps zur Verlängerung der Haltbarkeit von selbstgemachten Milchalternativen

Damit deine selbstgemachten Milchalternativen länger frisch bleiben, kannst du ein paar einfache Maßnahmen ergreifen:

  • Im Kühlschrank aufbewahren: Lagere die Milchalternative immer im Kühlschrank bei einer Temperatur von 0–4 °C. Unter diesen Bedingungen bleibt sie in der Regel 5–7 Tage frisch.
  • Saubere und luftdichte Behälter verwenden: Nutze saubere, gut verschließbare Behälter, um Verunreinigungen und das Eindringen von Bakterien zu vermeiden.
  • Einfrieren in kleinen Portionen: Wenn du größere Mengen zubereitest, friere die Milch portionsweise ein. Das hilft, die Haltbarkeit deutlich zu verlängern.

Zusätzlich kannst du die Frische mit natürlichen Mitteln unterstützen. Zum Beispiel verlängern ein paar Tropfen Zitronensaft oder eine Prise Salz die Haltbarkeit. Alternativ kannst du kleinere Mengen herstellen, die du innerhalb weniger Tage verbrauchst, um die beste Qualität sicherzustellen.

Welche Umweltfaktoren sprechen für selbstgemachte oder gekaufte Milchalternativen?

Die Umweltbilanz von Milchalternativen

Die Umweltfreundlichkeit von Milchalternativen hängt stark davon ab, ob sie selbst hergestellt oder im Handel gekauft werden.

Selbstgemachte Pflanzenmilch

Wenn Sie Pflanzenmilch selbst herstellen, können Sie oft umweltbewusster handeln. Der Grund? Weniger Verpackungsmüll und die Möglichkeit, regionale Zutaten zu verwenden. Das schont nicht nur Ressourcen, sondern verringert auch den CO₂-Fußabdruck. Außerdem haben Sie die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe und können auf unnötige Zusatzstoffe verzichten.

Gekaufte Alternativen

Bei gekauften Milchalternativen wie Soja- oder Mandelmilch spielen Produktionsweise und Herkunft eine entscheidende Rolle. Mandelmilch, zum Beispiel, benötigt in der Herstellung große Mengen Wasser. Sojamilch hingegen kann eine nachhaltigere Wahl sein, vor allem, wenn die Sojabohnen aus europäischem Anbau stammen. Beim Kauf lohnt es sich, auf die Herkunft der Zutaten zu achten und Produkte mit umweltfreundlicher Verpackung zu bevorzugen.

Ein bewusster Blick auf Herkunft und Herstellung hilft, die Umweltbilanz von Milchalternativen zu verbessern.

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